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Familienklasse

Schüler
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Ansprechpartnerin

Frau Wahl-Knoop
Bildungs- und Integrationszentrum Kreis Paderborn

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Umfeldanalyse

In den vergangenen Jahren haben ca. 7–8 % der Schülerinnen und Schüler die allgemeinbildenden Schulen ohne Schulabschluss verlassen. Die Gründe, die dazu führen, sind vielfältig. Eine besondere Rolle nimmt die Schulverweigerung ein, da sie sich über einen langen Zeitraum entwickelt. Wenn Tendenzen frühzeitig erkannt und diesen mit entsprechenden Maßnahmen begegnet wird, ist die Entwicklung einer Verweigerungshaltung in den meisten Fällen vermeidbar. Um der Schulverweigerung frühzeitig entgegenzuwirken, ist neben einer konsequenten Dokumentation der Anwesenheit bzw. der Fehlzeiten u. a. eine regelmäßige Kommunikation zwischen Elternhaus und Schule von besonderer Bedeutung. Hier setzt das Konzept der Familienklasse an. Die Eltern, Lehrerinnen und Lehrer sowie pädagogischen Fachkräfte der Schülerinnen und Schüler, die erste Tendenzen einer Schulverweigerung zeigen, arbeiten gemeinsam über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten in einer Schule zusammen an klar definierten Aufgaben und Zielen.

Nutzen

Schülerinnen und Schüler

• erfahren das Interesse sowie die Zuwendung der Eltern und erkennen, wie die Eltern sie bei den Schulaufgaben konstruktiv unterstützen,
• erleben, wie ihre Eltern auf vereinbarte Regeln und Ziele bestehen und diese durchsetzen, bei der Umsetzung der Regeln und Ziele ihre Kinder aber auch unterstützen,
• besuchen (wieder) regelmäßig die Schule,
• werden in die nächste Jahrgangsstufe versetzt,
• streben einen Schulabschluss an,
• erhalten Einblick in andere Gesellschaften, Kulturen und Religionen,
• haben die Möglichkeit, sich kennenzulernen.

Eltern

• lernen, wie sie ihre Kinder bei den Schulaufgaben unterstützen können,
• lernen, wie sie selbstständig und situationsadäquat handeln können,
• erleben ihre eigene Erziehungskompetenz im Austausch und in der Beratung mit anderen Eltern und verbessern diese,
• finden durch den gegenseitigen Austausch Unterstützung hinsichtlich eines effektiven Erziehungsverhaltens,
• tragen mit dazu bei, dass die familiäre Situation sich entspannt,
• erfahren ggf. eine Verringerung ihrer sozialen Isolation durch den Austausch mit anderen Familien und erhalten wichtige Informationen zu aktuellen Themen der interkulturellen Öffnung,
• erhalten Einblick in andere Gesellschaften, Kulturen und Religionen, haben die Möglichkeit, sich kennenzulernen.

Lehrerinnen und Lehrer

• stellen fest, dass die Schülerinnen und Schüler aktiver am Unterricht teilnehmen, konzentrierter sind und sich häufiger an Regeln halten,
• reflektieren ihren Unterricht unter dem Aspekt der Entwicklung der individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler,
• stimmen sich bezogen auf Schülerinnen und Schüler ab, die Anzeichen von Schulverweigerung zeigen, gehen in den Dialog mit den Eltern und informieren die Schulleitung,
• entsenden nur Schülerinnen und Schüler und deren Eltern an die Familien-klasse, über die sie sich ein abgestimmtes Bild gemacht haben.



Projektpartner

  • Jahresbericht 2016 der Reinhard Mohn Stiftung

    Der Bericht gibt Einblick in die Arbeit und stellt die Grundlagen und Ziele der Reinhard Mohn Stiftung dar. Aktuell konnte die Reinhard Mohn Stiftung gerade das Projekt „Geh deinen Weg“ - ein Programm in Kooperation mit der Bürgerstiftung Gütersloh und der Sparkassen Stiftung zur Studien- und Berufsorientierung starten. Die aktuellen Projektentwicklungen finden Sie auch immer online unter www.reinhard-mohn-stiftung.de.

Anschrift

Kreis Paderborn
Aldegreverstraße 10–14
33102 Paderborn
Deutschland

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Telefax: 05251 308 - 4699
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